Staatsanwaltschaft veröffentlicht sichergestellte Vermögenswerte

Berlin, 04.02.2014 – Infinus-Skandal: Erstes Insolvenzverfahren eröffenet – „Die haben es ja so richtig krachen lassen“, entfährt es Arno M. (*Name redaktionell geändert), als  Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke seinem Mandanten Auszüge aus Liste der von  der Staatsanwaltschaft Dresden sichergestellten Gegenstände der inhaftierten INFINUS-Manager vorliest.

Die Liste enthält so illustre Gegenstände wie einen Bentley Continental GT, einen Porsche Cayenne Turbo, mehrere 911er und diverse andere Fahrzeuge, 24 Goldbarren zu je einem Kilo Gewicht, Dutzende Armbanduhren, Immobilien, Motorboote, Bankkonten, Jagdbüchsen und Kunst.

Hoffnung für betroffene Anleger

Diese sichergestellten Gegenstände, Immobilien und Bankkonten können zu Gunsten der INFINUS-Opfer verwertet werden, wenn diese möglichst schnell einen vollstreckbaren Titel erwirken können und diesen dann auch vollstrecken“, teilt der Kapitalanlagenrechtler mit.

Daneben wurde bekannt, dass die Insolvenzverfahren über die Vermögen der „INFINUS AG Ihr Kompetenz – Partner“ („rote Infinus“) am 31.01.2014 und der „MAS Finanz AG“ am 29.01.2014 eröffnet wurden. Verwalter sind Rechtsanwalt Gunther Tarkotta, Dresden für die MAS und Rechtsanwältin Bettina Schmudde, Dresden für die rote Infinus. Erste Berichtstermine wurden für den 30.04.2014 (Infinus) und den 27.02.2014 (MAS) angesetzt. In diesen Versammlungen geht es u.a. um die Wahl eines Gläubigerausschusses.

In der Insolvenz der roten INFINUS gibt es zudem eine Besonderheit. Bereits für den 25.02.2014 gibt es eine besondere Gläubigerversammlung der Anleihegläubiger, in denen Inhaber bestimmter Orderschuldverschreibungen einen gemeinsamen Vertreter bestimmen sollen. Dieser soll, so er denn gewählt wird, bis zum 28.03.2014 die Forderungen der Oderschuldverschreibungsgläubiger bei dem Insolvenzverwalter anmelden. Wird er nicht gewählt, sind die Forderungen von den Anlegern selbst anzumelden. Der Insolvenzverwalter schlägt als gemeinsamen Vertreter Rechtsanwalt Eberhard Dachs, Tübingen, vor.

Eile ist geboten!

Teilnahmeberechtigt bei dieser Versammlung sind nur Inhaber einer Orderschuldverschreibung der INFINUS IKP. Stimmberechtigt sind nur Gläubiger, die ihre Schuldverschreibungen bis zum 21.02.2014 bei bestimmten Stellen hinterlegt haben und die dort hinterlegt bleiben bis zum Ende der besonderen Versammlung. Eine Stellvertretung ist zulässig. Wer seine Schuldverschreibung nicht rechtzeitig hinterlegt, ist nicht stimmberechtigt.

„Für die Anleger ist also in jeder Hinsicht Eile geboten: wer mitstimmen will, muss seine Schuldurkunden hinterlegen. Wer auf das Vermögen der inhaftierten Manager zugreifen will, muss sich schnellstmöglich einen vollstreckbaren Titel besorgen“, mahnt Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke.