Neue Razzia „blaue Infinus“ – nun Insolvenverwaltung

Den geschädigten Anlegern der Infinus-Gruppe gehen nunmehr langsam die Anspruchsgegner aus. Die wichtigsten Unternehmen der Infinus-Gruppe sind pleite und haben Insolvenzanträge bei den zuständigen Gerichten gestellt, hierunter befindet sich auch der Hauptverantwortliche Jörg Biehl.

Welche Hilfe für die geschädigten Infinus AG Anleger macht Sinn? Sollten betroffene Anleger und ihre Familien tatsächlich noch Klagen einreichen oder macht es Sinn die eigenen Ansprüche bei den verschiedenen Insolvenzverfahren zur Insolvenztabelle anzumelden?

Welche Möglichkeiten bieten sich für Betroffene Infinus-, Fubus- und Prosavus-Anleger? – Trägt Razzia zur Lösung bei?

Erst am Mittwoch, den 05.03.2014, hatte es eine weitere Razzia in den Firmenräumen der sogenannten „blauen Infinus“ in Freital gegeben. Die „blaue Infinus“ galt bis dahin noch als zahlungsfähig. Bei der Razzia wurden jedoch erneut Fahrzeuge und Geldmittel der Firma sichergestellt. Dies wird Auslöser dafür gewesen sein, weshalb nunmehr die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet wurde. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Bruno Kübler vom AG Dresden eingesetzt, was die zuständige Sprecherin Birgit Keeve auf Anfrage der Dresdner Neuesten Nachrichten mitteilte.

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Sven Tintemann zur Entwicklung Infinus AG Finanzdienstleistungsinstitut: „Erst kürzlich ist es unserer Kanzlei gelungen, gegen die sogenannte „blaue Infinus“ einen dinglichen Arrest bei dem Landgericht Dresden durchzusetzen. Mit der Insolvenz des Unternehmens dürfte diese Möglichkeit, dem Anleger einen Wettbewerbsvorteil im Wettrennen der Gläubiger zu verschaffen, nunmehr auch dahin sein. Wer die Frage stellt, wer nun noch haften könnte, landet gedanklich schnell bei seinem eigenen Vermittler. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, da der Vermittlungsvorgang an sich nicht schon zu einer Haftung des Vermittlers führt. Dieser müsste vor allem persönliches Vertrauen in Anspruch genommen haben oder von den Problemen bei der Infinus AG ein positives Wissen gehabt haben. Dies wird in der Regel nicht der Fall sein. Zudem ist auch zu unterscheiden, ob Schuldverschreibungen bei der Fubus vermittelt worden sind oder andere Kapitalanlagen, wie z. B. eine Namensschuldverschreibung bei der Prosavus (ehemals Future Business PLUS). Hier ist der Rat eines erfahrenen Experten notwendig.“

Fazit für Geschädigte der Infinus-Gruppe, FuBus und Prosavus:

Für die geschädigten Anleger der Infinus Gruppe muss im Einzelfall geprüft werden, welche Möglichkeiten zur konkreten Hilfe für die Geltendmachung von Ansprüchen in Betracht gezogen werden können. Für Rückfragen stehen die Rechtsanwälte unter info@hilfe-infinus.de gerne zur Verfügung. Die Rechtsanwaltskanzleien Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte und Röhlke Rechtsanwälte haben aus diesem Grunde eine Anlegerschutzallianz gegründet, mit dem Ziel, die Interessen der Anleger bestmöglich zu vertreten.