Dinglicher Arrest gegen „blaue Infinus“ erreicht

Das Landgericht gibt einen Antrag auf Erlass eines dinglichen Arrestes statt, den die Rechtsanwälte Dr. Schulte und Partner für eine betroffene Anlegerin der Infinus AG Finanzdienstleistungsinstitut. Dinglicher Arrest, welche Möglichkeiten ergeben sich für betroffene und geschädigte Anleger der Infinus Gruppe?

Das Landgericht Dresden hat mit Beschluss vom 04.03.2014 wegen einer bestehenden Schadensersatzforderung der Antragstellerin in Höhe von 10.000,00 Euro und wegen einer weiteren Schadensersatzforderung ihres Ehemannes in Höhe von 5.000,00 Euro einen dinglichen Arrest in das gesamte Vermögen der Infinus AG Finanzdienstleistungsinstitut (blaue Infinus) angeordnet. Zudem wurde beschlossen, dass die Antragsgegnerin, also die blaue Infinus, die Kosten des Arrestantragsverfahrens zu tragen hat. Das Gericht ordnete zudem an, dass die angebliche Forderung der blauen Infinus gegen die Deutsche Postbank AG in Vollziehung des Arrestbeschlusses ebenfalls bei der Drittschuldnerin, also der Deutschen Postbank AG, gepfändet wird.

Mit dem Beschluss über den dinglichen Arrest blieb die 9. Zivilkammer des Landgericht Dresden bei ihrer bisherigen Rechtsprechung, die durchaus als anlegerfreundlich zu bezeichnen ist. Das Gericht verlagert hier nämlich die Problematik der Beweisführung dafür, dass kein strafrechtliches Verhalten vorliegt und dass daher auch kein Schadensersatzanspruch bestehen kann, auf das Hauptsacheverfahren. Dieses muss die entsprechende Pfändungsschuldnerin führen. Ähnlich hatte das Gericht auch in dem bereits bekannt gewordenen Pfändungsfall gegen den Infinus-Manager Rudolf Ott entschieden. Der Fall war durch die Medien gegangen, weil Ott als Erster gegen eine Arrestverfügung Widerspruch eingelegt hatte und hiermit gescheitert war.

Dinglicher Arrest: Gericht stärkt Anleger der „blauen Infinus“ – Welche Auswirkung hat diese Entscheidung für betroffene Infinus AG Anleger?

Anleger, die mit einem dinglichen Arrest durchdringen können, haben den Vorteil, dass sie in einem Hauptsacheverfahren die vollständige Entschädigung erreichen können. Der dingliche Arrest ist quasi ein vorzeitiger Zieleinlauf vor allen anderen Anlegern. Für weitere Fragen und Informationen stehen die Rechtsanwälte Dr. Tintemann und Christian-H. Röhlke gerne unter info@hilfe-infinus.de zur Verfügung.